14.4.17

Gerhard Gollwitzer Zeichenschule

"Eine Wiese, ein Blumenbeet, ein Strauß-welche verwirrende Fülle von Formen! Setze, kauere, lege dich in das Pflanzenmeer einer Wiese und schaue. Entwirre die Wildnis. Erschaue die ausgebreiteten Rosetten, die Blätter, runde, gezackte, breite und schmale, an grazilen Stengeln, die wiegenden Gräser. Zeichne das daheim und danach auch draußen: nicht Blumen und Gräser, sondern die Musik der Formen, die zarten Läufe der Gräser, die Triolen der Blätter, die Akkorde der Blattrosetten, die hohen Triller der Rispen."  1952 hat Gerhard Gollwitzer das in seiner Zeichenschule geschrieben. Ein paar Jahre später habe ich mir in der Stadtteilbibliothek immer wieder dieses Buch ausgeliehen und bin damit unterwegs gewesen. Jetzt habe ich es im Internetantiquariat gekauft und lese  und zeichne wieder und wieder bedeutet das Buch mir was und ich frage mich, wem kann man das heute noch so sagen?

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