12.11.17

Eine kleine Traurigkeit

Einkaufen. Zu Fuß. 20 Minuten hin, eine Stunde zurück. Über den Friedhof . Die Sonne eine Handbreit über dem Horizont. Herrliches Licht in dem gelbgoldenen Herbstlaub. Am schönsten ist das Laub an den Bäumen, kurz bevor es nicht mehr da ist. Eine kleine Traurigkeit.

Stadtlandschaft

8.11.17

Fünf Gedichte


Ich habe ein paar Skizzenbücher zerrissen, zerschnitten und die Schnipsel, Fragmente, zufällig, unzusammenhängend, fast surrealistisch auf einfachem Pop Up Mechanismus angeordnet. Dazu sind ein paar Sätze aus dem wunderbaren Gedicht Jahreszeiten von Elisabeth Borchers gekommen.

5.11.17

Ich habe auf meinem Blog einen alten post von 2012 gefunden, und weil der mir heute morgen was Wichtiges gesagt hat, kommt der jetzt noch mal.

Zeichnen ist ja nicht das Anfertigen von dekorativem Wandschmuck. Zeichnen ist ehr sowas Ähnliches wie: Laub fegen, Schnee schaufeln, die Wohnung aufräumen, die Bäume im Garten beschneiden, den Wolken am Himmel nachsehen und Kochen. Und deshalb ist einer meiner besten Zeichenlehrer der ZEN Meister Edward Espe Brown, Chefkoch vom Tassajara Zen Mountain Center. Er hat ein paar Bücher geschrieben, ich lese gerade wieder einmal: The Complete Tassajara Cookbook und alles was Edward Espe übers Kochen sagt, und was das Kochen eigentlich bedeuten kann, was das Kochen sein kann, was wie wir kochen über uns Menschen aussagt, über unsere Beziehung zu anderen Menschen, all das lese ich und denke immer wenn er "kochen" sagt, das ist beim Zeichnen eigentlich auch so. Zum Beispiel, Zitat: "You can learn many things about cooking, about ingredients, cutting, combinations, and procedures, but even more fundamentally you can learn to act on your own experience, outside of recipes, relying on your innate capacity to taste and sense and decide for youself what you like. By this I do not mean following your instincts, which seems to me a rather amorphous concept, but being present, carefully observing the obvious , acquainting your palate with your palette. "  
Und an anderer Stelle:"My job", I ve said in response to peoples queries, "is to be happy. Others may be more naturally happy, but I have to work on it." Aus: The Complete Tassajara Cookbook, Edward Espe Brown, Shambhala , Boston and London 2009.

4.11.17

Pop Up Geschichten


Ich würde gerne ein neues Pop Up Buch machen. Aber ich habe noch keine Geschichte. Muss ich nicht zuerst eine Geschichte haben und dann beschäftige ich mich mit der Technik? Oder muss ich erst ganz viel Technik können und dann erst finde ich eine Geschichte? Keine Ahnung. Jetzt habe ich angefangen ein paar Landschaften, Orte zu bauen, wo ich das Gefühl habe, da könnte eine Geschichte spielen.

3.11.17

Nothing special

Daily drawing. Nothing special. Das Merry-Christmas-Teelicht steht noch vom letzten Weihnachtsjahr auf der Fensterbank. Oder noch länger. Bald ist es wieder soweit. Dann stehen und liegen da ein paar Sachen rum, wo ich nicht weiß, was ist das überhaupt und wer hat das da liegen gelassen? Ich meine, in jeder Buchhandlung, in jedem Zeitschriftenladen kann man jetzt Bücher und Hefte kaufen, wie man sein Leben simplyfied, wie man mit 100 Dingen auskommt, ich wette in der nächsten Runde erklärt uns jemand , wie er mit nur 10 Sachen auskommt, ich weiß nicht, manchmal helfen mir solche kleinen Dinge, den Tag anzufangen, und wider jeden besseren Rat, hänge ich dann an solchen Sachen und überhaupt, was könnte ich Besseres zeichnen? P.S. Die Quitten mit dem herrlichen Duft liegen jetzt auch auf der Fensterbank zum Garten, man kann die ja nicht essen, auch nicht gekocht, aber ......

2.11.17

Stöcke schnitzen


Heute haben wir Stöcke geschnitzt. Pflanzstöcke. Aber auch andere Sachen. Oder einfach nur geschnitzt, ausprobiert, wie das geht. Manche Kinder zum ersten Mal. Aber alle wünschen sich jetzt ein eigenes Schnitzmesser. Ich weiß noch genau, wie sehr ich mir als Kind ein Messer zum schnitzen gewünscht habe. Mit den Pflanzstöcken graben wir die Löcher für die Blumenzwiebeln, nächste Woche sind wir einen ganzen Tag draußen und bereiten den Frühling vor, bringen den Garten in Ordnung, für den Winter, machen Feuer, backen Brot und machen Butter, singen Lieder und wenn dann noch die Sonne ein paar Stunden scheint wird das richtig toll.
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31.10.17

Abschied

Im Garten aufgeräumt. Alte Töpfe in den Keller, Müll einsammeln, Geräte reinigen, mit altem Olivenöl einreiben, zum letzten Mal die Wiese gemäht. Wenn jetzt zum ersten Mal Frost kommt, wird vieles weg sein. Ein paar letzte Herbstanemonen habe ich in eine Vase gestellt, die Pfefferminze im Hochbeet wird immer größer, vielleicht schneide ich die runter und lege sie drinnen auf die Fensterbank zum riechen lernen. Jetzt gehe ich nur noch in den Garten um zu sehen, was ist geblieben und kommt schon was Neues? Wind hören, die Krähen, kalte Hände, Futter für die Meisen und zeichnen.

Why childrens drawings matter

Why children's drawings matter from Delphine Burrus on Vimeo.

30.10.17

Skizzenbuch

Die ganze Welt ist aus Erde gemacht

Letzten Mittwoch habe ich mit den Kindergartenkindern eine Wanderung gemacht. Drei Stunden unterwegs mit Sonnenschein und Picknickverpflegung. Weil nämlich, als wir die Blumenzwiebeln gepflanzt, gesetzt hatten, kam die Frage auf, woher kommt eigentlich die Erde, die Blumenerde? Die hast du gekauft, haben die Kinder gesagt. Ja aber, wo hat das Pflanzenzentrum die Erde her? Einmal haben wir Erde selber gemacht, das war toll, aus Laub, hat ein Jahr gedauert, aber jetzt ist alles verwandelt und die Blätter sind Erde geworden. Dann hat jemand  gesagt, die ganze Welt ist aus Erde gemacht. Merkt euch das, Leute! Und passt ein bisschen besser auf auf unsere Welt! Und ist denn die Erde überall gleich? Mit dieser Frage sind wir losgezogen, 6 Eimer im Bollerwagen, und riesige Plastiksäcke fürs Herbstlaub, wir wollen nochmal selber Erde machen. Mitten im Wald haben wir echte Walderde gefunden, unter den Blätter von diesem Herbst, war nur Erde! Also macht der Wald auch Laubkompost. Dann haben wir im Wald einen verrotteten Holzhäckselhaufen gefunden und uns auch davon was mitgenommen. Helle und dunkle Ackererde und dann auch noch Sanderde. Wir werden das alles unter dem Binokular erforschen. Ach ja, wir haben auch ganz schöne Blätter gefunden, ein paar waren so schön rot, Andrea will nämlich ein Blätterherbarium machen. Bis bald, gute Reise.

29.10.17

Quittenduft

Beim Malen immer wieder der Duft der Quitten, die auf dem Tisch liegen.

20.10.17

Zeichnen!

Jetzt habe ich ein paar Tage gemalt. Wie gesagt, 4 große Leinwände. Die Bilder sind auch nicht schlecht. Hier zu Hause gefallen sie allen. Mir nicht. Irgendetwas stimmt mit den Bildern nicht. Man malt ja nicht, wenn man das ernsthaft meint, malt man ja nicht um ein Bild zu malen, sondern um rauszufinden , wer man eigentlich ist und wenn ich diese Bilder ansehe, frage ich mich: wer hat die eigentlich gemalt? Ich nicht! Vielleicht grundiere ich die Leinwände noch mal neu und schenke sie den Kindern in meinem Kindergarten, die können solche Formate malen. Ja, das könnte es sein, 1,20 mal 1,20 ist einfach nicht mein Format. Bleistift und Papier, A 4, A5, und raus in den Garten oder treppauf, treppab durchs Haus, durch die Stadt, aufs freie Land, zeichnen! In dem Beet vor der Gartentür blüht schon die erste Christrose!

6.10.17

Ich bin woanders

Den fünften Tag male ich jetzt an diesem Bild. Fünf Vormittage, nach 3-4 Stunden geht nichts mehr, zu anstrengend. Am ersten Tag war ich erschrocken, wie wenig fertig ist, die Vorzeichnung und ein paar Flecken, mehr nicht?  Den zweiten Tag ging es auch noch langsam, ein Achtel war vielleicht fertig . Am dritten Tag hatte ich Zeit, hatte nicht mehr den Gedanken, wann biste damit denn mal fertig , sondern habe nur noch gemalt, getagträumt. Am 4. Tag habe ich absichtlich langsam gemacht, bin zwischendurch im Garten gewesen, habe dem Wind zugehört und die Meisen gefüttert, habe mich um das Haus gekümmert, habe draußen zum Ersten mal in diesem Jahr Laub gefegt, heute am fünften Tag, habe ich vor der Zeit aufgehört, dann kann ich nächste Woche weiter arbeiten und vielleicht werde ich dann noch langsamer, glücklicher und abwesender.

5.10.17

Noch ein Malspiel

Noch mal ein Kinderbild, aus dem Kindergarten, ein Malspiel, drei bis 4 Kinder an der Leinwand, 1,90 x 1,90m, wenn die keine Lust mehr haben, kommt eine andere Gruppe, die warten meistens schon im Hintergrund, Regeln: Keiner darf über was drüber malen was ein anderer gemalt hat, aber auch nicht was er selber gemalt hat, die Farben dürfen nicht gemischt werden, vorzeichnen mit einem dicken Aquarellstift, alles was hier im Kindergarten gibt, und dann mit Farbe, Acrylfarbe, Malkittel anziehen!,  ausmalen. Die Kinder verstehen das sofort und ich sitze dann im Hintergrund und schaue zu, wie die Kinder das machen oder ich plaudere mit der nächsten Wartegruppe über das Leben und die ganze Welt. Ich habe was vergessen, Leinwand 1,90 mal 1,90, wenn die Kinder ganz oben malen, dann stelle ich einen Tisch davor und da klettern die Maler drauf. Voll cool, sagen die Kinder. Stimmt. 

28.9.17

Im Herbst beginnt der Frühling

Heute regnet es. Herbstregenwetter. Ich habe die Blütenstände von den Sonnenhüten abgeschnitten, die sollen jetzt drinnen auf der Fensterbank trocknen, mit Gartenerde, Blumenerde, Sand vermischt kann ich den Samen dann aussäen. Jede Menge neue Sonnenhüte, Rudbeckia, im nächsten Jahr. Vielleicht in Töpfe säen? Vielleicht auch mit den Kindern im Kindergarten? Nachdem wir die Blumenzwiebeln gesteckt haben? Wenn dann der Frühling kommt! Das wird schön! Aber wir müssen es jetzt machen!

27.9.17

Liebe Kinderinsel

Liebe Kinderinsel, das müssen wir noch mal machen. Das haben wir 2015 im Herbst gemacht. Wie wärs? Ich bestelle noch mal Blumenzwiebel, schöne, wilde Bumen, Elfenkrokusse, Balkan Anemonen, Puschkinien, kleine Traubenhyazinthen, kuckt euch das mal:


http://klausvonmirbach.blogspot.de/2015/10/eine-viertelstunde-fruhling-ist.html

Und hier:

http://klausvonmirbach.blogspot.de/2015/10/puschkinie-balkan-windroschen.html 






Am M