28.4.13

Schatzsuche

Genau so einen hatte ich in der Schule. Lange her. Jetzt habe ich den hier gestern bei jemand auf dem Speicher gefunden und geschenkt bekommen. Danke! Ein Pelikan Deckfarbenkasten. Ein echter Blechkasten.  Die Farben sind noch gut. Ich kann damit besser arbeiten. Erinnert mich an was.
Vorbereitung auf den Zeichenunterricht in der Villa Sonnenschein am Dienstag. Jeder erzählt von seinem Wunschtraumphantasiehaus.
Frühling!

27.4.13

studio view

Ich habe jetzt sage und schreibe ne dreiviertel Stunde gebraucht um die paar Bilder hier hochzubeamen. Hat die Telekom schon heute umgestellt?
Ich habe ein Buch gefunden mit Nonsense Versen von Edward Lear. Übersetzt von H.C. Artmann. Insel Bücherei Nr.813. Wegen The owl and the pussy cat

25.4.13

Milchbulgur

Gestern Mittag, als die Pauline und ich von der Schule kamen, wollten wir uns ein Frühlingsessen machen. Weil so schönes Wetter war. Und auch, weil ich mein Geld vergessen hatte und wir jetzt nicht noch mal extra einkaufen gehen wollten. Wir könnten uns doch einfach Milchreis machen, sagt die Pauline. Pustekuchen, Milchreis hatten wir auch nicht mehr. Und wenn wir einfach mal ein bisschen rumexperimentieren? Was kann man mit den Sachen machen die da sind? Spannend. So kann man ja die herrlichsten Rezepte entdecken. Zum Beispiel haben wir gestern gemacht: Tomaten mit Mozarella im Backofen gebacken. Ja ich weiß, das ist noch nicht experimentell. Aber dann der Nachtisch. Wie gesagt Milchreis hatten wir nicht mehr, aber: Kann man eigentlich Bulgur in Milch kochen? Ja geht. Aber was dazu? Erstens: Milchbulgur mit Honig süssen, und geraspelte Mandeln drüber streuen. Super! Zweitens: Milchbulgur mit Trinkschokolade. Nicht so toll. Drittens: Milchbulgur mit braunem Zucker (früher hieß der braune Zucker linker Zucker. Weiß noch jemand warum?) und Zimt und dann einen süssen Apfel darüber geraspelt. Viertens: Simpler Schokopuddung mit bunten Zuckerperlen. Aber Achtung. Die Perlen erst drüber streuen, wenn der Pudding kalt ist, sonst schmelzen die Perlen und die Farbe verfärbt den Pudding. Grünen Pudding hatten wir dann. Schmeckt nicht. Wegen der Farbe. Sonst schon. Jetzt mag der ein oder die andere sagen, so experimentell orginell waren diese Rezepte nicht. Stimmt. Aber ich schreibe ja keinen Rezepteblog sondern schreibe über Kunstpädagogik. Was hat denn Bulgur in Milch gekocht mit Kunstpädagogik zu tun? Gute Frage. Heute wollen wir mal probieren Nudeln in Milch zu kochen. Oder Kartoffeln. Mal sehen.

Der Senfkorngarten

"Lu-Chai sagte: beim Malen bevorzugen manche Leute eine komplizierte Technik, während andere eine einfache Methode anwenden. Weder Komplexität noch Einfachheit sind an sich richtig. Einige behaupten, dass das Malen leicht oder schwer sei. Es ist aber weder schwer noch leicht. Manche legen großen Wert auf die Methode, während andere stolz darauf sind, ohne Methode malen zu können. Ohne Methode ist schlimm, aber gänzlich von einer Methode abhängig zu sein, ist noch schlimmer." 
Zitat aus: Der Senfkorngarten, Lehrbuch der chinesischen Malerei, Otto Maier Ravensburg

24.4.13

Gespenster

Ich habe mich vertan. Die Villa Sonnenschein ist überhaupt keine alte Fabrikantenvilla. Es war das Wohnhaus für die Nonnen aus dem Kloster gegenüber. Gebaut wurde das Haus 1929. Das Kloster gibt es auch noch. Seit ein paar Jahren ist die Villa ein städtischer Kindergarten. Ich mag das alte Haus sehr. Und der Keller ist wunderbar. Gestern bin ich mit den Kindern da rein und wir haben kein Licht gemacht, nur zwei Taschenlampen haben wir mitgenommen. Wir haben uns alle ein bisschen gefürchtet, genau so viel gefürchtet, dass nach 10 Minuten all unsere Angst weg war. Wo sind jetzt die Gespenster? Keine da. Auch im Heizungsraum nicht. Also haben wir angefangen die Gespenster zu zeichnen. Lange Papierbahnen an den Wänden, sah ein bisschen aus wie steinzeitliche Höhlenmalereien. Sehr lustig wars dann. Aber immer noch kein Gespenst. Da haben wir die Gespenster selber gespielt. Total klassisch. Mit Bettlaken überm Kopf. Jeder durfte mal Gespenst sein und die anderen erschrecken.Pustekuchen. Ging nich. Weil solche Gespenster natürlich voll lustig sind. Danach waren wir alle im Garten, die Sonne schien, herrliches Frühlingswetter, die Bäume werden grün und gelb und rosa, und dann musste ich gehen und die Kinder kommen zu mir: Klaus, können wir nicht nächstes Mal wieder in den Keller gehen? Mal sehen. Ehr nicht. Vielleicht zeichnen wir mal draussen. Unterwegs. Ja, oder im Garten. Mal sehen.

21.4.13

Studio view

Das ist wirklich der schönste Arbeitstisch im ganzen Haus. Mit Blick in den Garten.

20.4.13

The Owl and the Pussy cat

Vor ein paar Tagen bin ich mit einem Morgenlied aufgewacht. Ein Morgenlied ist, wenn man noch bevor man ganz wach ist das Lied singt. Woher kommt das? Aus einem Traum? Keine Ahnung. Das Lied war: Cat Stevens: Moonshadow. Kennt das noch jemand? Und weil ich den Text nicht genau mehr wußte und ich den Song auf meiner kleinen blauen Gitarre spielen wollte, habe ich mir Text und Akkorde ausm Internet geholt und habe angefangen zu trainieren. Nach zwei Tagen sehe ich auf dem Ausdruck der Noten unten am Rand ein Gedicht: Edward Lear 1812-1888: The Owl and the Pussy Cat. Edward Lear kannte ich nur ganz ungefähr, hat herrlich merkwürdige Gedichte geschrieben, und The Owl and the Pussy Cat ist eins davon. Ja, und weil in dem Gedicht Eule der Mietze Katze ein Liebeslied singt, on a small Guitar, genau wie meine kleine blaue Gitarre, und ich Moonshadow meiner Liebsten vorsingen wollte, musste ich lachen und hab angefangen das Gedicht zu illustrieren . Und heute habe ich Edward Lear gegoogelt. Maler, Schriftsteller und ein toller Illustrator. Man kann beim Projet Gutenberg Texte und Bilder von ihm ansehen. (Ja, ich mach gleich nen Link.) Aber, zu blöd, ich mag mir solche wunderbaren Illustrationen nicht am Bildschirm ansehen. Jetzt kuck ich mal, ob ich nen Buch von ihm finde, was ich bezahlen kann.Ich mache meine total persönliche Illustrationsinterpretation trotzdem fertig. Auf den Fotos hier kann man sehen, was das wenn ich anfange zu zeichnen für ein Durcheinander ist. Schlimm. Ich muss mir auch neue Buntstifte kaufen. Aber jetzt geh ich raus. Die Sonne scheint. Ich hab das Gedicht vergessen, d.h. die erste Strophe von dem Gedicht geht so: 
The Owl and the Pussy-Cat went to sea
In a beautiful pea-green boat.
They took some honey,
and penty of 
Wrapped up in a five -pound note.
The Owl looked to the stars above
And sang to a small guitar,
Oh lovely Pussy! O Pussy, my love,
What a beautyful Pussy you are,
what a beautyful Pussy you are. 

Der Link zu den Texten und Bildern von Edward Lear: HIER

17.4.13

Wenn ich wie gestern mit Kinder zusammen zeichne bin ich immer wieder überrascht, welche Möglichkeiten sie erfinden um Räume zu zeichnen. Vorder-, Hintergrund, oben, unten, wie kann man das zeichnen und trotzdem eine einfache, prägnante  Form für die Dinge finden. Hier drüber ist so ein Umklappbild.  Das habe habe ich  einem fünfjärigen Mädchen gestern nachgezeichnet. (Siehe post hier drunter).  Die Fussballtore sind umgeklappt, das Fussballfeld in der Draufsicht, die Tiere von der Seite gesehen. Die Entwicklungspschologie hat so was sehr genau, sehr gut beschrieben, ich lese auch manchmal die Erklärungen und Definitionen, vergesse es aber wieder, weil es ist mir einfach ein großes Vergnügen, von den Kindern solche Raumkonzepte zu übernehmen, weiterzuführen. Fürs Illustrieren ist das eine Fundgrube.

16.4.13

Gestern in der Villa Sonnenschein habe ich den Kindern die tolle Geschichte von Max Velthuijs vorgelesen: Frosch hat Angst. Dann haben wir die Geschichte gezeichnet. In ein Heft. Was passiert am Anfang der Geschichte? Wie geht es dann weiter? Und dann, und dann und wie ist es zum Schluß? Das Heft dürfen die Kinder  behalten und mit nach Hause nehmen. Ganz wichtig! Vielleicht liest der Papa oder die Mama zu Hause noch mal vor. Ich habe bei den Kindern abgezeichnet, die Kinder haben bei mir abgezeichnet, dann ich wieder bei den Kindern, also, ein richtig schöner Zeichenunterricht war es. Ich habe auch ein paar Sachen, die in der Geschichte mitspielen zum Abzeichnen mitgebracht. Ich habe die Kinder gefragt: Habt ihr auch manchmal Angst? Ne, wir nicht, haben sie gesagt. Würdet ihr euch denn trauen im Dunklen in den Keller zu gehen? Ja klar, haben alle gesagt. Fast alle. Also gehen wir nächste Woche in den Keller und zeichnen dort alle Gespenster und Monster, die wir finden können. Die Villa Sonnenschein ist eine alte Villa, ein schönes Haus, der Keller ist, na ja, der ist schon etwas groß. Wir werden Taschenlampen mitnehmen.
Zum Schluß, nachdem die Gespensternacht vorbei war und die Sonne am Himmel stand, sind die vier Freunde Fussball spielen gegangen.Ente und Hase im Tor, Schwein im Sturm und Frosch in der Verteidigung.