14.7.12

Regnet immer noch.

Schlimm. Pauline und ich haben uns heute morgen aufs Papier gelegt und uns abgemalt. Noch vor dem Frühstück. Jeder durfte sich dann ausmalen, wie und was und wer er denn mal sein wollte oder aussehen wollte. Ich zum Beispiel wollte immer schon mal so eine Hose haben. Aber wenn ich so eine Hose hätte, dann müsste ich mir auch eine Stromgitarre kaufen, sonst würde das keinen Sinn machen. Dann setzte ich mich in Holland an den Strand und spielte so laut, dass die mich in England hören könnten."Das geht gar nicht", sagt Pauline. Stimmt. Den Hut habe ich mir übrigens bei Kieth Richards abgekuckt, die Stones gehen bald wieder auf Welttournee. Oder habe ich das falsch verstanden? Jaja, es wird Zeit, dass die Sonne wieder rauskommt.

4.7.12

Ein Märchen

Beim Malen ist mir gestern noch ne andere ZEN Geschichte eingefallen. Keine Sorge, ich will wirklich keine Sekte gründen. Ich weiß nicht mehr, wo ich die zuerst gelesen habe. So ist es oft, ich lese was, dann erzähle ich mir es, dann dem und dem und dann verändert sich die Geschichte, hat das noch was mit dem Gelesenen zu tun?, eine Art Wandermärchen. Also: In Japan. Ein Junge will Maler werden. Die Eltern sind nicht einverstanden, schicken ihn in ein buddhistisches Kloster. Dort malt der Junge weiter, erledigt nicht seine Klosterarbeiten. Der Abt bestraft ihn, bindet ihn im Kloster auf dem Steinboden mit einem Seil fest und läßt ihn dort allein. Stundenlang. Dann hört der Abt den Jungen plötzlich laut schreien und weinen, er läuft zu ihm, sieht ihn dort auf dem Boden, er schreit immer noch und weint und vor ihm auf dem Boden sitzt eine Maus. Der Abt denkt: Der Junge fürchtet sich vor dieser kleinen Maus und will die Maus mit dem Fuss wegschieben und da merkt er - die Maus ist nur gemalt. Der Junge hat die Maus gemalt. Mit seinen Tränen. Was für eine Geschichte! Aber, jetzt wo ich die Geschichte aufschreibe, merke ich, dass das kein guter Schluss ist. Irgendwie fehlt mir jetzt was. Na ja, heute soll es regnen, ein kleines Gewitter wird es geben, dann können wir vielleicht morgen noch mal mit der Kreide auf die Strasse gehen.

3.7.12

All you need is love

Total langweilige Straße. Ne Bäckerei, ne Apotheke, noch ne Bäckerei, ne Sparkasse, langweilig. Ne eben nicht. Ein Spiel, das ich mit mir selber spiele: Schatzsuche. Siehste das Brillengeschäft? Und in dem Brillengeschäft ne echte Wurlitzer. Mit all den alten Platten: Baker Street, Crimson and Clover, When a man loves a woman, San Francisco, and All you need is love. Jetzt fehlte nur noch, dass zufällig , weil er ne neue Brille braucht, der Peter Handke reinkäme. Versuch über die Jukebox. Ich meine irgendwie ist das ja auch passiert. Ohne das Buch, hätte ich die Wurlitzer hier sehr wahrscheinlich gar nicht bemerkt  Gut, dass es sowas gibt, die Wurlitzer, das Buch, all you need is love und diese Strasse. Ich meine, dann gibt es mich doch auch: Nothing you can do but you can learn how to be you in time. Its easy.