20.1.17

Heute gefunden, auf Zeit online, eine Geschichte von Susanne Mayer,  die hat mich wieder friedlich gestimmt, und besonders dieser Satz hier drunter, wenn ich mir das nur merken könnte!

Berger sagt: "Wenn Sie sich anschauen, was uns auf natürliche Weise umgibt – nicht nur das Menschengemachte –, sind Sie im Reich des Unendlichen. Deshalb zeichne ich. Und habe immer gezeichnet. Bäume. Landschaften, Körper, Fische. Zeichnend beginnt man, die unendliche Komplexität zu sehen, sodass der Prozess des Zeichnens – ohne dass etwas ausgesprochen würde – eine Art des Gebetes ist."

17.1.17

Freunde

Ein paar Seiten Skizzenbuch. Nichts Besonderes. Nichts Eigenes.  Manchmal sehe ich nichts, was sich zeichnen ließe und dann kommt die ängstliche Frage, vielleicht ist das auch vorbei, das Zeichnen. Lohnt sich das? Wozu zeichnen? Wen interessiert das? Und trotzdem bleibt bei aller Resignation das Gefühl, gib das nicht auf, mache weiter! Aber ich seh nichts mehr!! Und dann liegt da auf dem Tisch ein Buch, Henry Bonnard, und ich schaue mir die Bilder an, lange. Leute an einem Tisch, eine Wohnung, ein Blick aus dem Fenster, das ist es doch! und dann zeichne ich ins Skizzenbuch, frei nach Henry Bonnard, vollkommen ungenau, eigentlich nur auf der Suche meiner eigenen Zeichenfreude. Und das kommt jetzt in den Blog? Manchmal finde ich auch im Internetz solche Freunde wie Henry Bonnard. Zum Beispiel: HIER

16.1.17

Kleine Kindergärten

Kindergartengarten. Auf der Kinderinsel geht es weiter. Nächste Woche messen wir. Alles. Uns selbst, wer ist der Größte und wer der Kleinste, wie hoch sind die Tische, wie breit die Fenster?, alles , alles ausmessen. Wie denn, mit was denn? Gute Frage! Womit kann man was messen? Mit einem Zollstock. Ja klar. Und mit was noch? Kann man sich ein Massband selber machen? Ich habe Papierkassenrollen gekauft. Den ganzen Bestand einer Bürobedarfsfiliale. Man kann auch messen wie viel Füße breit eine Türe ist, oder wie oft muss sich der Klaus in den Flur legen um von der Seesterngruppe bis zum Eingang zu kommen? 12 Klausis lang ist der Flur. Und alle Messungen werden wir aufzeichnen, Skizzen und Pläne, mehr Kinderzeichnungen als exakter Plan. Wofür braucht man einen Plan? Wenn man was bauen will. Wenn wir alles ausgemessen haben, kann sich jeder der mag einen Garten bauen. Wie soll der mal aussehen? Zuerst aufzeichnen, einen Plan, eine Wunschliste machen, und dann in echt, modellmäßig in ner Obstkiste, jeder kriegt ein Grundstück und darf seinen Garten gestalten, mit echter Pflanzerde, echten Pflanzen und Achtung: Jeder darf in die echte Erde was säen. Gänseblümchen, Kresse, alles was schnell aufläuft, spannend, jeden Tag kucken, ein bisschen regnen lassen, und dann boah, bei mir wächst schon was!! Ich habe schon mal was ausprobiert, als Beispiel für die Kinder, nur als Beispiel, die werden das ganz anders machen. Ich glaube das kann was Schönes werden. Mal sehen. 
PS. Sorry, ich habe vergessen das Dach von dem Gartenhaus rot anzustreichen, ich seh das erst jetzt, wenn ich was rot anmale, male ich immer gelb drunter, dann ist das rot röter. 

13.1.17

Hyazinthen

Die Wettervorhersage hatte uns für die Nacht einen Schneesturm versprochen mit 10-20 cm Schnee. Ich bin in der Nacht aufgestanden und als ich die Treppe runter ging war mitten in der Nacht, mitten in dem Schneesturm der Duft von Hyazinthen im Haus.

8.1.17

Fensterbankgarten

Ich kann mich ja wirklich lange mit der Anordnung von ein paar Blütenpflanzen auf der Fensterbank beschäftigen. So viele Möglichkeiten, die alle irgendwann stimmig sind. Jeden Morgen anders.Und plötzlich wird die schmale Fensterbank weiter, sonniger, wird ein Garten, wird 100 Meter lang, ich mach mich auf in den Frühling.

6.1.17

Dank an Matisse

Heute morgen, Matisse nachgezeichnet, vollkommen ungenau, unkritisch, einfach um gute Laune, Zeichenlaune zu bekommen, aus der Langeweile herauszukommen, danach gings mir besser. Jetzt fahre in die Stadtbücherei, Bildbände, ich muss mir noch Bonnard anschauen.

4.1.17

Christrosen und Tulpen

Schneerosen

Christrosen, Schneerosen sind giftig. Weiß man ja. In der Antike wurden die Pflanzen, insbesondere die Wurzeln als Medikament gegen Epilepsie und Wahnsinn vom Arzt verschrieben, da psychische Erkrankungen durch einen Überschuss an schwarzer Galle verursucht werden und das beste Mittel dagegen ist niessen. Deshalb auch Niesswurz.  
Es regnet den ganzen Tag, ein kalter Wind, ich gehe nicht raus, sitze am Fenster, schaue in den Garten, zeichne, trinke noch einen Kaffee, es gibt noch Weihnachtskeckse,  so ist es eben heute, morgen sicher auch noch, aber die Schneerosen sagen mir, bald wird es wieder wärmer.